Erftstadt. Die SPD-Fraktion wird sich in der jetzt beginnenden öffentlichen Diskussion über die Schaffung von Windkraftvorrangzonen dafür einsetzen, dass bei der Planung der Vorrangzonen freiwillig ein Mindestabstand von einem Kilometer von der geschlossenen Wohnbebauung eingehalten wird. Außerdem soll es beim Abstand keine Ungleichbehandlungen Einzelner geben. Die Verwaltungsvorlage weist unterschiedliche Abstände zwischen 500 bis 970 Metern aus, die vereinheitlicht werden müssten. Mit dem größeren Abstand soll ausgeschlossen werden, dass Anwohner zukünftiger Windkraftvorrangzonen nicht durch den Betrieb dieser Einrichtungen unzumutbar belästigt werden. „Die vorhandenen Möglichkeiten, in Erftstadt Windräder zu betreiben, lassen es grundsätzlich zu, dass wir in Erftstadt nicht jeden Quadratmeter ausnutzen müssen“, begründet Fraktionsvorsitzender Bernd Bohlen den Vorstoß seiner Fraktion. Eine solche Forderung widerspreche auch nicht der Grundüberzeugung der Erftstädter SPD, erneuerbare Energien zum Durchbruch zu verhelfen.

 

Versäumnisse und Fehlentscheidungen der Stadt bei der Förderung der Sonnenenergie dürften jetzt nicht auf Kosten derjenigen kompensiert werden, die in der Nähe solcher Einrichtungen wohnen würden. „Wer will, dass die von Windrädern unmittelbar Betroffenen diese Einrichtung als für das Klima notwendig akzeptierten, muss ihnen auch entgegenkommen.“ Deshalb wird sich die SPD-Fraktion auch dafür einsetzen, dass die Betreiber den Ortsansässigen Beteiligungsmöglichkeiten anbieten werden. „In diesem Zusammenhang sehen wir vor allem die Energiegesellschaft in der Pflicht“, sagt Bohlen.