Erftstadt. Die Vorstellungen und Planungen zur Sanierung des Schulzentrums in Lechenich müssen nach Ansicht der SPD-Fraktion dringend erweitert werden. Die Planungen und das gesamte Verfahren dürfen nicht nur auf die darin jetzt existierenden drei Schulformen beschränkt bleiben, sondern müssen auch andere Schulformen abdecken. „Verwaltung und Rat können es sich nicht leisten, 20 Millionen Euro und mehr in ein Projekt zu investieren, von dem man nicht weiß, ob es dafür in zehn Jahren überhaupt noch einen Bedarf gibt“, erklären Fraktionsvorsitzender Bernd Bohlen und der Vorsitzende des Schulausschusses, Axel Busch. Von daher verbiete sich eine Planung, die sich allein an den Vorstellungen der drei dort jetzt existierenden Schulen richtet. Die Planungen müssten sich flexibel den sich ändernden Bedürfnissen der jungen Elterngeneration und damit neuen Bedarfen anpassen. Geprüft werden müsse auch, ob ein Neubau nicht die wirtschaftlich günstigste Alternative sei.

 

Für die Haltung der SPD-Fraktion spricht eine Reihe von Fakten: Die Schülerzahlen in Erftstadt gehen aufgrund der demographischen Entwicklung rapide zurück. Gleichzeitig hält der Trend an, dass immer mehr Eltern ihre Kinder an Schulen in den Nachbarstädten anmelden. „Das sind beileibe nicht nur Schülerinnen und Schüler, die eine Gesamtschule außerhalb der Stadt besuchen, sondern in den letzten Jahren haben Eltern auch verstärkt ihre Kinder an Gymnasien in Nachbarstädten angemeldet“, stellt Axel Busch fest.

 

Die SPD-Fraktion setzt sich dafür ein, dass in dem nun langen Planungsverfahren nicht allein der Status quo untersucht wird, sondern dass sich in der Planung auch das für Erftstadt bedarfsgerechte Angebot widerspiegeln muss. „Der Bedarf ist allein an den Wünschen und Präferenzen der Eltern auszurichten, die in den nächsten Jahren ihre Kinder zu weiterführenden Schulen anmelden müssen“, sind sich Busch und Bohlen einig. Allen Beteiligten sei klar, dass die jetzt beginnende Planung rund ein Jahr dauern würde. Völlig offen sei auch das Ende der Sanierungsarbeiten. Nicht klar sei auch, wie viel Geld die Stadt in die Sanierung stecken könne, wenn es dafür keine Fördermittel gebe.