Erftstadt. Trotz vieler offener Posten haben CDU und FDP dem Budget des Sozialamtes gestern im Sozialausschuss zugestimmt. Vergeblich hatte Fraktionsvorsitzender Bernd Bohlen zuvor dafür plädiert, vor einer Zustimmung zum Budget offene Posten seitens der Verwaltung klären zu lassen.

Die SPD-Fraktion sieht vor allem im Budget „Asylbewerber und Flüchtlinge“ erheblichen Handlungs- und Beratungsbedarf. So ist zum Beispiel der Ausbau der Asyl- und Flüchtlingsheime an der Brabanterstraße in Lechenich und an der Radmacherstraße in Liblar bereits beschlossen. Zusätzlich will die Verwaltung ein weiteres Übergangsheim für bis zu 200 Asylbewerber in Liblar errichten. Personalkosten für die Betreuung der in den Einrichtungen lebenden Menschen haben bisher weder Einzug in den Haushalt noch in die Beratungen des Rates und seiner Gremien gefunden. Keine Aussagen macht die Verwaltung derzeit vor allem zu den Kosten der Integration.

Die SPD-Fraktion hat Bürgermeister Volker Erner gestern einen Antrag zukommen lassen, in dem sie die Verwaltung auffordert, detailliert ihr derzeitiges Betreuungskonzept vorzustellen und dessen Fortschreibung aufgrund der neuen Beschlüsse zur Schaffung neuer Unterkünfte anzupassen. Zusätzlich hält die SPD-Fraktion es für erforderlich, ein Integrationskonzept, das derzeit nur rudimentär vorhanden ist, zu entwickeln.