Diskussion um Gesamtschule geht weiter

Eingeleitetes Verfahren zur Errichtung einer Gesamtschule fortsetzen

 

Erftstadt. Die Diskussion um eine Gesamtschule geht weiter. SPD, Bündnis 90/Die Grünen und Freie Wähler halten an ihrer Absicht fest, noch in dieser Wahlperiode eine Gesamtschule in Erftstadt einzurichten. Gemeinsam haben die drei Fraktionsvorsitzenden, Bernd Bohlen (SPD), Marion Sand (Bündnis 90/Die Grünen) und Raymond Pieper (Freie Wähler) einen Antrag eingebracht, in dem die Stadt Erftstadt aufgefordert wird, das eingeleitete Verfahren zur Errichtung einer Gesamtschule in Erftstadt fortzusetzen. Dabei soll unter anderem geprüft werden, inwieweit sich die Errichtung einer Gesamtschule durch einen Neubau realisieren lässt. Birgit Foken-Brock, die die Piraten im Stadtrat vertritt, unterstützt den Antrag.

 

Unabhängig vom Ausgang des Bürgerentscheides besteht in Erftstadt ein klarer Bedarf für die Errichtung einer Gesamtschule. Die im Vorfeld der Fortschreibung des Schulentwicklungsplanes durchgeführte Befragung brachte ein eindeutiges Ergebnis. Bis auf die FDP-Fraktion sprachen sich in ersten Stellungnahmen alle Fraktionen für die Errichtung einer Gesamtschule in Erftstadt aus. Auch Erftstadts Bürgermeister Volker Erner.

 

Die Fraktionen von SPD, Bündnis 90/Die Grünen und Freie Wähler sind der Meinung, dass der eingeleitete Bürgerentscheid zwar das Verfahren unterbrochen, aber nicht beendet habe. Der Bürgerentscheid selbst habe sich im Übrigen nie gegen die Errichtung einer Gesamtschule gerichtet. Gefordert wurde darin lediglich der Erhalt aller weiterführenden Schulen in Erftstadt. Den Bürgerentscheid, der im Übrigen gescheitert ist, jetzt als Beleg dafür zu nehmen, dass sich die Erftstädter mehrheitlich gegen die Errichtung einer Gesamtschule ausgesprochen hätten, bezeichnen Bohlen, Sand und Pieper als abenteuerlich. Jetzt einen Schulentwicklungsplan zu verabschieden, der die Errichtung einer Gesamtschule bis 2020 nicht vorsehe, verhindere einen Schulkonsens und ließe einen Schulfrieden in den nächsten Jahren nicht erwarten. Der Bedarf für die Gesamtschule ist da. Daran kann auch ein mit knapper Mehrheit beschlossener Schulentwicklungsplan nichts ändern. Der kann auch nichts daran ändern, dass Schulen mit zurückgehenden Schülerzahlen keine gesicherte Zukunft haben, sind sich Bernd Bohlen, Marion Sand, Raymond Pieper und Birgit Foken-Brock einig.

 

 

gez. Bernd Bohlen                         gez. Marion Sand                          gez. Raymond Pieper

SPD-Fraktion                                  Bündnis 90/Die Grünen               Freie Wähler