Erftstadt. „Wir müssen schnell handeln, der Winter kommt schneller als wir denken“, so SPD-Fraktionsvorsitzender Bernd Bohlen. Von daher begrüßt die SPD-Fraktion das Angebot der Allianz und hat der kostenfreien Nutzung des Allianz-Gebäudes in Erp als Erstaufnahmeeinrichtung zugestimmt, allerdings unter dem Vorbehalt, dass dem Rat in seiner Sitzung am kommenden Dienstag der Nutzungsvertrag zur Genehmigung vorgelegt wird.

 

Die Verwaltung kann jetzt alles in die Wege leiten, die nicht winterfeste Erstaufnahmeeinrichtung in Friesheim aufzulösen. Die Ratsfraktionen von CDU und SPD hatten sich im Vorfeld auf diese Vorgehensweise geeinigt und einen gemeinsamen Antrag eingebracht. Darin ist festgehalten, die Nutzung des Gebäudes in Erp auf maximal zwei Jahre zu beschränken. CDU und SPD wollen in der absoluten Randlage von Erftstadt keine Dauereinrichtung. In dem gemeinsamen Antrag haben die beiden Fraktionen der Verwaltung auch den Auftrag erteilt, den Kauf des Geländes einzuleiten, damit dieses nach der Nutzung als Erstaufnahmeeinrichtung der Wohnbauentwicklung zugeführt werden kann.

 

„Wir dürfen uns jetzt aber nicht ausruhen“, so Bohlen weiter. Ein Ende des Flüchtlingsstroms sei nicht abzusehen. Die Verwaltung müsse permanent nach weiteren Unterbringungsmöglichkeiten suchen. Gemeinsam mit der CDU habe die SPD der Verwaltung den Auftrag erteilt, die Erweiterung der vorhandenen Unterkünfte für Asylsuchende in Liblar und Lechenich anzugehen und weitere Unterbringungsmöglichkeiten in den beiden großen Stadtteilen zu schaffen. Das Thema wird uns noch lange beschäftigen, da ist sich Bohlen sicher.