Um dem alltäglichen Müll Herr zu werden, müssen Rat und Verwaltung mehr in die Stadtreinigung investieren und gleichzeitig Müllsünder härter bestrafen. Die Offensive der SPD-Fraktion für eine saubere Erftstadt in der ersten Jahreshälfte 2019 stieß aber leider auf taube Ohren bei Rat und Verwaltung. Die Anregungen, den Bürgerplatz in Liblar und das Bahnhofsumfeld zweimal in der Woche zu reinigen, wurden wegen Mehrkosten in Höhe von 12.000 Euro abgelehnt. CDU und FDP stimmten auch gegen den Antrag, größere Abfallbehälter an den Zugangswegen zum Liblarer See (unter anderem Seestraße, Wassersportweg, Parkplatz am Strandbad) aufzustellen. Die Kosten für das Aufstellen und die regelmäßige Leerung lagen bei lächerlichen 1.800 Euro.

Dem einstimmig beschlossenen und von uns beantragten Auftrag, einen verschärften Bußgeldkatalog Müll vorzulegen, ist das Ordnungsamt bis heute nicht nachgekommen. Unserem Vorschlag, eine Eingreiftruppe im Ordnungsamt zur Bekämpfung der illegalen Müllentsorgung und zur Überwachung des Bußgeldkataloges einzurichten, ist nicht gefolgt worden.

Die Ordnungsbehörde und die Mehrheit im Rat setzen offensichtlich darauf, dass emsige Bürgerinnen und Bürger weiter ihre Freizeit opfern, damit die Stadt nicht vollends vermüllt.

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