CDU, FDP und Freie Wähler knausern bei den Mitteln für die Jugendarbeit. Der Anteil der Ausgaben für die Jugendarbeit am gesamten Budget des Jugendamtes in Erftstadt lag in den letzten Jahren bei rund drei Prozent. Andere Städte steckten da schon wesentlich mehr Geld in die Jugend. Denn die drei Prozent liegen weit unter dem Bundesdurchschnitt. Der lag bereits 2012 bei 8,1 Prozent. Den Vorstoß der SPD-Fraktion, den Anteil schrittweise auf den bundesweiten Durchschnitt zu erhöhen und die erforderlichen Mittel in den Haushalt einzustellen, lehnten CDU, FDP und Freie Wähler ab.

Mitsprache abgelehnt

Keine Zustimmung fand im Übrigen auch ein Antrag der SPD-Fraktion, in Erftstadt einen Jugendbeirat einzurichten. Begründung: Die Belange der Jugendlichen seien über den Jugendhilfeausschuss (JHA) ausreichend abgedeckt. Ein zusätzlicher Beirat sei überflüssig.

„Die Jugendlichen in Erftstadt brauchen eine stärkere Lobby. Wir werden uns deshalb weiter für die Einrichtung eines Jugendbeirates einsetzen“, sagen Chrissi Bersch (25) und Raphael Wronka (20), die den Antrag der SPD-Fraktion mitinitiierten und unterzeichneten.

Jugendtreffpunkt auf lange Bank geschoben

Der vor Jahren von Axel Busch, SPD-Stadtverordneter aus Gymnich, beantragte Jugendtreffpunkt liegt weiter auf Eis. Die Verwaltung kommt bei der Suche nach einem Standort nicht voran. Ein erster Standort scheiterte am Ewinspruch der Anlieger.