SPD-Fraktion dringt auf Berücksichtigung des Erftstädter Handels

Die Fraktionen im Rat der Stadt Erftstadt wollen die Arbeiterwohlfahrt bei der befristeten Übernahme der Aufgabe der Tafeln finanziell unterstützen. Es werden dafür zunächst einmal 10.000 bis 20.000 Euro zur Verfügung gestellt. Die Gelder werden benötigt, um Lebensmittel einkaufen zu können. Das übliche Einsammeln von Lebensmitteln und die Ausgabe der Lebensmittel an den bekannten Stellen soll für diese Zeit entfallen. Die Ehrenamtler der AWO werden die Lebensmittelpakete direkt den derzeit rund 350 bedürftigen Haushalte mit insgesamt 1000 Personen direkt ausliefern.

Die SPD-Fraktion mahnte gestern im Hauptausschuss an, dass die jetzt zu kaufenden Lebensmittel bei Erftstädter Unternehmen und nicht im Großhandel geordert werden. „Wir können so mit Geldern der Stadt direkt auch die Betriebe in unserer Stadt in dieser schweren Krise unterstützen“, begründet Fraktionsvorsitzender Bernd Bohlen den Vorstoß seiner Fraktion. Es gebe viele Händler in dieser Stadt– vom Metzger über den Bäcker bis hin zu den Vollsortimentern, die auch Onlineangebote bereitstellten.  

Für eine starke Berücksichtigung der Betriebe in der Stadt spricht nach Ansicht der SPD-Fraktion auch die Tatsache, dass diese Händler die Tafeln bisher durch Lebensmittelspenden unterstützt hätten.

„Wie wichtig und wertvoll die ehrenamtliche Arbeit vor allem auch im sozialen Bereich ist, zeigt sich leider auch dieses Mal erst dann wieder, wenn die bisher tätigen Ehrenamtler die Aufgabe nicht mehr erfüllen können. Erst dann wird klar, wie teuer und aufwendig es für die Gesellschaft ist, den ganzen oder einen Teil der Kosten übernehmen muss Anführung“, so Bernd Bohlen.