Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer der Werkstattgespräche mit den Bürgern und die Mitglieder aus Politik und Verwaltung im Arbeitskreises Masterplan Lechenich waren sich zuletzt einig: Es macht nur dann Sinn, den Masterplan anzugehen, wenn die Bereitschaft besteht, nicht nur kosmetische Veränderungen durchzuführen und ansonsten alles so zu belassen, wie es ist. Vor allem beim Verkehr sind umfangreiche Maßnahmen erforderlich. Der AK Masterplan Lechenich, in dem alle Fraktionen beteiligt sind, hatte daraufhin in der letzten Sitzung den Auftrag vergeben, bis zum 13. Februar alternative Planungen für ein Verkehrskonzept zwischen Bonner Tor und Herriger Tor vorzulegen.

Diese Planung ist erst einmal gestoppt. Die FDP beantragte im Stadtentwicklungsausschuss den Beschluss über die weitere Strategie beim Masterplan Lechenich bis zur März-Sitzung des Ausschusses zu vertagen. Die CDU unterstützte den Antrag, der gleichzeitig auch eine Verlegung der geplanten Sitzung des Arbeitskreises zum Ziel hatte. „Der Vertagungsbeschluss wirft die Diskussion über den Masterplan um mehrere Wochen zurück“, so der Vorsitzende des Stadtentwicklungsausschusses, Bernd Bohlen. SPD und Grüne befürchten, dass der zeitlich so schon ehrgeizige Plan, noch im September 2020 für das Jahr 2021 einen Förderantrag zu stellen, ins Wanken gerät. Grüne und SPD argwöhnen auch, dass FDP und CDU von dem deutlichen Votum der Bürgerinnen und Bürger in Lechenich überrascht und nun nach Wegen suchen, wie sie den Masterplan gegen deren Votum umsetzen können.