Erftstadt. Bürgermeister Volker Erner hat die Nagelprobe nicht bestanden. Als es darum ging, sein Gesprächsangebot über die Errichtung einer Gesamtschule durch Taten zu untermauern, patzte er. Mit der von ihm zuvor selbst kritisierten „Ein-Stimmen-Mehrheit in der Schulpolitik“ lehnte er einen Antrag von SPD und Bündnis 90/Die Grünen, 20.000 Euro im Haushalt für eine erneute Umfrage zur Gesamtschule einzustellen, ab. „Damit hat er sein eigenes Gesprächsangebot konterkariert“, sagt der Vorsitzende des Schulausschusses, Axel Busch (SPD). „Was ist von einem Gesprächsangebot zu halten, wenn der Bürgermeister gleichzeitig nicht bereit ist, Haushaltsmittel für die gegebenenfalls erforderlich werdenden weiteren Schritte bereitzustellen?“, fragt sich Axel Busch wohl zu Recht. Der Bürgermeister habe nun selbst zu verantworten, wenn sein Gesprächsangebot als taktisches Manöver bewertet werde, um die Frage der Gesamtschule erneut zu vertagen.