Erftstadt. In der Diskussion über die zukünftige Wohnbaulandentwicklung in Erftstadt ist der Stadtentwicklungsausschuss einen entscheidenden Schritt weitergekommen. „Bis auf wenige Ausnahmen einigten sich die Mitglieder des Ausschusses über die zusätzlichen Wohnbauflächen und legten die Prioritäten bei der weiteren Wohnbaulandentwicklung fest“, so Ausschussvorsitzender Bernd Bohlen.

 

Für den größten Stadtteil Erftstadts, Liblar, haben sich die Ausschussmitglieder darauf geeinigt, zuerst die geplanten Häuser am Dechant-Linden-Weg zu bauen. Die seit Jahren stockenden Verhandlungen über den Erwerb von Grundstücken im Bereich der Waldorfschule sollen zügig zu einem Ende gebracht werden. Gibt es keine Einigung mit den Eigentümern, wird eine Bebauung dieser Fläche vorerst nicht weiterverfolgt. Dann soll zunächst eine Fläche im Bereich von Haus Buschfeld bebaut werden. Als weitere Reserveflächen sind die Flächen oberhalb der Siedlung Willy-Brandt-Straße vorgesehen.

 

In Lechenich sollen die Flächen nördlich der Solarsiedlung als erste Priorität für eine zukünftige Bebauung in Angriff genommen werden. Diese Entscheidung fiel gegen die Stimmen der CDU-Fraktion. Weitere Wohnbauflächen sind in Lechenich-Südwest und Lechenich-West vorgesehen.

 

Stillstand wird es auch in den kleineren Stadtteilen nicht geben. Dort geht es vor allem um eine Innenverdichtung. Welche Flächen zu welchem Zeitpunkt in Angriff genommen werden, werden anhand eines Acht-Punkte-Kriterienkatalogs festgelegt. Kriterien sind unter anderem die Mitwirkungsbereitschaft der Eigentümer, eine positive Nachfragesituation, vorhandenes Planungsrecht, und zusätzliche Investitionen in die technische oder soziale Infrastruktur sind nicht notwendig.

 

Bereits in einer Sitzung zuvor hatten die Mitglieder des Stadtentwicklungsausschusses beschlossen, die im Flächennutzungsplan ausgewiesenen Flächen zu erhalten, einen sogenannten Baulückenpool zu entwickeln und für den Stadtteil Köttingen ein Stadtentwicklungskonzept zu erarbeiten.