Erftstadt. Die SPD-Fraktion Erftstadt geht davon aus, dass in Kürze die Zusage der Förderung des zweiten Bauabschnitts des Bahnhofs in Liblar erfolgen wird. „Nachdem sich Bund und Länder Mitte Juni über die vom Bund zu zahlenden Regionalisierungsmittel in Höhe von 8,2 Milliarden Euro geeinigt haben, steht einer positiven Entscheidung für eine weitere Förderung des Bahnhofes in Liblar nichts mehr im Wege“, sagt Fraktionsvorsitzender Bernd Bohlen. Der Nahverkehrsverbund Rheinland habe immer wieder erklärt, dass eine Förderung des zweiten Bauabschnittes nur dann möglich sei, wenn der Bund die Regionalisierungsmittel auf über 8 Milliarden Euro aufstocke. „Die Forderung ist jetzt erfüllt“, so Bohlen. Die SPD-Fraktion gehe deshalb davon aus, dass eine Zusage der Fördermittel schnell erfolgen werde.

 

Im zweiten Bauabschnitt sollen unter anderem die marode Zuwegung von der Bahnhofstraße zum Bahnhof neu gebaut, die Parkplätze befestigt und am Zugang zum Bahnhof vom Schlunckweg aus ein Kreisverkehr errichtet werden. Die Kosten belaufen sich auf rund 3 Millionen Euro. Zuschüsse erwartet die Stadt von weit über 2 Millionen Euro.

 

Das im Zuge der Bahnreform im Jahr 1996 in Kraft getretene Gesetz zur Regionalisierung des öffentlichen Personennahverkehrs beinhaltet, dass die Verantwortung für den Schienenpersonennahverkehr vom Bund auf die Bundesländer übertragen wird. Zur Erfüllung dieser Aufgabe erhalten die Länder vom Bund so genannte Regionalisierungsmittel. Die lagen zuletzt bei 7,3 Milliarden Euro im Jahr und sind jetzt auf über 8 Milliarden Euro aufgestockt worden. „Über den Einsatz der Mittel entscheiden die Länder eigenverantwortlich“, so Bohlen.