Stadt soll den Kreisverkehr planen, bauen und finanzieren

Auf dem kurzen Stück bis zur Kreutung sollen zwei Linksabbiegerspuren entstehen

Friesheim. Die SPD-Fraktion hält an ihrer Forderung fest, den Verkehrsknoten L33/L162 in Friesheim zu einem Kreisverkehr auszubauen. Das in der Bürgeranhörung Anfang Mai vorgestellte Verkehrskonzept lasse einfach zu viele Fragen offen und löse das Problem nicht, erklärt Friesheims Ortsbügermeisterin Claudia Siebolds (SPD). Eine optimale Anbindung des geplanten Vollsortimenters an das Verkehrsnetz sei nur über einen Kreisel gewährleistet. Nur so sei gewährleistet, dass der neue Vollsortimenter optimal an das Verkehrsnetz angebunden wird, heißt es in einem neuen Antrag der Fraktion. Der Verkehr nehme zu – nicht nur durch den Markt, sondern auch durch das zukünftig erheblich größere Gewerbegebiet. Ohne den Bau eines Kreisverkehrs lassen sich die unterschiedlichen Anforderungen an den Knotenpunkt L33/L162 bei der Erweiterung des Gewerbegebietes und dem Bau des Supermarktes sowie der Doppelhaushälften nicht erfüllen.

Nach den Vorstellungen der SPD-Fraktion soll der Kreisverkehr von der Stadt geplant, gebaut und finanziert werden. Der Ausbau soll gleichzeitig mit dem Bau des Vollsortimenters erfolgen. Der Markt erhält idealerweise eine Anbindung aus dem Kreisverkehr heraus. Claudia Siebolds und ihre Friesheimer SPD-Stadtratskollegin Susanne Loosen sind sich einig, dass ein richtig dimensionierter Kreisel neben der guten Anbindung des Marktes und des Gewerbegebietes auch den Verkehr dazu zwingt, deutlich langsamer in den Ort, in Richtung Gewerbegebiet und am künftigen Supermarkt entlang zu fahren. Gesichert wissen wollen die beiden Sozialdemokratinnen vor allem auch, dass Fußgänger und Radfahrer den Markt auf kurzen Wegen sicher erreichen können.

„Die Vorteile des Kreisels rechtfertigen, dass die Stadt den Bau plant, in Auftrag gibt und finanziert“, sagt Claudia Siebolds. Die Stadt müsse im Verfahren sowohl mit dem Landesbetrieb als auch mit dem Investor über eine Kostenbeteiligung verhandeln. Beide profitierten nicht unerheblich von der städtischen Investition.

Die SPD-Fraktion setzt sich im Hinblick auf die derzeit schlechte Nahversorgung der Friesheimer, Niederberger, Borrer und Scheurener Bevölkerung für eine zügige Planung ein. „Wir wollen das Bauvorhaben mit einer vernünftigen und nachhaltigen Verkehrsanbindung so schnell wie möglich umsetzen“, so Claudia Siebolds.

Vollsortimenter Friesheim: SPD hält Kreisverkehr für erforderlich