Unsere Bedenken gegen die Anbindung des Vollsortimenters in Friesheim über eine Linksabbiegerspur sind nach der Bürgeranhörung noch größer geworden. Wir halten den Bau eines Kreisverkehrs für unverzichtbar. Wir haben deshalb beantragt:

  • Die Stadt Erftstadt baut die Kreuzung an der L33/L162 in Friesheim parallel zum Bau des Vollsortimenters zu einem Kreisverkehr um. Dabei wird der Vollsortimenter über diesen Kreisverkehr direkt angebunden.
  • Die Stadtverwaltung verhandelt sowohl mit dem Investor des Vollsortimenters als auch mit dem Landesbetrieb Straßen über eine Kostenbeteiligung.
  • Bei der Planung des Kreisverkehrs und des Parkplatzes vor dem Vollsortimenter ist dafür zu sorgen, dass insbesondere Fußgänger und Radfahrer den Markt und die anderen Ladenlokale auf möglichst kurzen und geschützten Wegen erreichen können.

Begründung

Ohne den Bau eines Kreisverkehrs lassen sich die unterschiedlichen Anforderungen an den Knotenpunkt L33. und L162 nach dem Bau und der Erweiterung des Gewerbegebietes nicht erfüllen. Das Verkehrsaufkommen wird weiter ansteigen. Zunehmen wird in diesem Bereich auch der Rad- und Fußgängerverkehr. Sowohl für die Fußgänger als auch die Radfahrer sind besondere Schutzvorkehrungen notwendig.

Mit Hilfe eines geeigneten Kreisverkehrs lassen sich drei Problemfelder lösen.

  • Der Vollsortimenter wird optimal an das Straßennetz angebunden.
  • Über den Kreisel lässt sich das zu erwartende höhere Verkehrsaufkommen zum zukünftig größeren Gewerbegebiet abwickeln.
  • Der Kreisel wirkt auf beiden Landesstraßen als Bremse für den in den Ort, beziehungsweise in das Gewerbegebiet fließenden Verkehr.

Das auf der Bürgerversammlung am 8. Mai 2019 vorgestellte Verkehrsgutachten hat zu viele Fragen offengelassen bzw. keine wirklich zufriedenstellenden Lösungen angeboten. Das gilt insbesondere für das Verkehrsaufkommen zum und vom erheblich vergrößerten Gewerbegebiet, für die stark verkürzte Linksabbiegerspur dorthin mit der Gefahr erheblicher Rückstaus, für die ständig überhöhten Geschwindigkeiten auf beiden Landstraßen, für die unzureichenden Regelungen des Fußgänger – und Radfahrerverkehrs einschließlich der Verortung und Ausgestaltung der Querungsmöglichkeiten und nicht zuletzt für die Einfahrt zum neuen Vollsortimenter und zu den neuen Wohnhäusern, die ebenfalls über eine kurze Linksabbiegerspur mit erheblicher Staugefahr erfolgen soll. Das alles könnte über einen richtig dimensionierten Kreisverkehr erheblich optimiert werden.

Die Vorteile des Kreisels rechtfertigen, dass die Stadt den Bau plant, in Auftrag gibt und finanziert. Mit dem Landesbetrieb, vor allem aber mit dem Investor, sollte zusätzlich über eine Kostenbeteiligung verhandelt werden.

Im Hinblick auf die derzeit schlechte Nahversorgung der Friesheimer, Niederberger, Borrer und Scheurener Bevölkerung bittet die SPD-Fraktion darum, den Antrag mit allem Vorrang zu bearbeiten, damit das Bauvorhaben mit einer vernünftigen Verkehrsanbindung so schnell wie möglich umgesetzt werden kann.