Der Bau des viergruppigen Kindergartens in Kierdorf ist am weitesten fortgeschritten. Er wird von der Lebenshilfe betrieben

Die Fertigstellung der vier geplanten Kindergärten in Lechenich, Liblar und Kierdorf verzögert sich. Um die aktuelle Nachfrage zu decken, müssen unter Umständen Übergangslösungen geschaffen werden. Wir haben deshalb beantragt:

  • Das Jugendamt listet zum Hauptausschuss am 15. Mai 2019 und für den Rat am 21. Mai 2019 für den jeweiligen Stadtteil oder/und Kitabezirk die Anmeldungen für das Kindergartenjahr 2019/2020 auf, einschließlich des Zeitpunktes, wann ein Kind drei Jahre wird (Stichwort ‚hereinwachsender Jahrgang‘).
  • Es zeigt auf, wie viele Kinder zurzeit ab welchem Zeitpunkt in welchem Stadtteil nicht betreut werden können.
  • Basierend darauf stellt das Jugendamt dar, mit welchen Maßnahmen (unter anderem temporäre Überbelegung existierender Betreuungseinrichtungen, temporäre Nutzung der Förderschule in Friesheim, temporäre Betreuung durch Tagesmütter, temporäre Aufstellung von Mietcontainern etc.) eine Betreuung übergangsweise sichergestellt werden kann und welche Kosten dies verursacht.
  • Falls Interimslösungen erforderlich sind, sind dafür die Zeiträume bis zur Realisierung, die erforderliche Nutzungsdauer und eine evtl. erforderliche Mindestvertragslaufzeit darzustellen.

Begründung

Die Verwaltung stellt in der Vorlage 165/2019 Übergangslösungen bis zur Inbetriebnahme der neuen Kitas vor. Aus dieser Vorlage ergibt sich nicht, wie groß das Defizit aufgrund einer verspäteten Fertigstellung der neuen Kitas tatsächlich. Die Anmeldungen für das Kitajahr 2019/2020 sind bereits erfolgt. Dadurch ist der tatsächliche Bedarf für das kommende Kitajahr bekannt. Eine Bedarfsprognose ist von daher nicht hilfreich.

Wir gehen auch davon aus, dass noch während des Kitajahres die geplanten Einrichtungen in Lechenich (mit sechs Gruppen) und in Kierdorf betriebsbereit werden. Wir hoffen auch, dass die zwei geplanten Standorte in Liblar bis zum Beginn des Kitajahres 2020/2021 fertiggestellt sind. Einen darüber hinaus gehenden Bedarf für das Kitajahr 2020/2021 müsste das Jugendamt gesondert belegen.

Um eine verantwortungsvolle Entscheidung zum Wohle der Eltern und der Stadt aber auch der städtischen Finanzen treffen zu können, sind die o.g. Daten erforderlich.

Wir erwarten aber auch, dass das Jugendamt dem Rat die mit den Trägern abgestimmten Trägerverträge vorlegt.