Beunruhigt durch die sich häufenden Betreuungsausfälle an städtischen Kitas hat die SPD-Fraktion beantragt, dass das Jugendamt die Gründe dafür untersucht und im Fachausschuss darlegt, wie es die geforderte verlässliche Betreuung zukünftig garantieren will.

Der Antrag:

1. Das Jugendamt listet für jede städtische Einrichtung auf, wann, wie lange und aus welchen Gründen die Betreuung in einzelnen Gruppen seit Beginn des aktuellen Kindergartenjahrs nicht gewährleistet werden konnte.

2. Es zeigt auf, welche Versuche es unternimmt, Schließungen zu vermeiden.

3. Es stellt dar, wie viele Erzieherinnen im Schnitt im letzten Jahr je Monat aus welchen Gründen ausgefallen sind.

4. Es berichtet, wie viele Stellen in den städtischen Kitas aktuell nicht besetzt sind.

5. Es legt eine Berechnung vor, wie viele zusätzliche Stellen im Bereich der Kitas notwendig sind, um eine verlässliche Betreuung in den städtischen Einrichtungen zu garantieren.

Begründung:

Für alle Eltern sind verlässliche Betreuungszeiten unerlässlich. Aufgabe des Fachamtes ist es von daher, verlässliche Angebote in allen städtischen Kitas zu garantieren.

Ausfälle scheinen in den letzten Monaten zugenommen zu haben. Aktuell sind uns Fälle in der Einrichtung Tausendfüßler in Liblar bekannt. Vor Weihnachten fiel in der Kita Gymnich die Betreuung ganzer Gruppen aus. Eltern aus Lechenich haben uns zum Beispiel berichtet, dass Sie gebeten wurden, ihre Kinder freitags zu Hause zu behalten. Diese Vorfälle widersprechen in eklatanter Weise dem Auftrag eine verlässliche Betreuung zu sichern.

Die Mitglieder der SPD-Fraktion haben große Hochachtung vor der Arbeit der Kitaleitungen sowie der Erzieherinnen und Erzieher, die ihr Bestes geben, um auch Ausfallzeiten zu vermeiden und zu kompensieren. Wir wollen vor allem auch verhindern, dass das Personal in den Kindergärten in unverträglicher Weise überbeansprucht wird. Von daher ist die schonungslose und detaillierte Analyse der Situation und das Aufzeigen von Lösungen dringend geboten.