Nach Beobachtungen der SPD-Fraktion sind in letzter Zeit immer wieder Gruppen an den städtischen Kindergärten vorübergehend geschlossen worden, weil es an Personal mangelte. Größere Ausfälle gab es zum Beispiel vor Weihnachten in Gymnich und im März/April an einer Kita in Liblar. Eltern aus Lechenich berichteten, dass Sie gebeten wurden, ihre Kinder freitags zu Hause zu lassen. „Diese Vorfälle widersprechen in eklatanter Weise dem Auftrag der Stadt, eine verlässliche Betreuung zu gewährleisten“, sagt Fraktionsvorsitzender Bernd Bohlen.

Die SPD-Fraktion fordert deshalb vom Jugendamt eine detaillierte Analyse der Situation und das Aufzeigen von Lösungsmöglichkeiten. So soll das Jugendamt für jede städtische Einrichtung die Ausfallzeiten und die dafür maßgeblichen Gründe auflisten. Darstellen soll das Fachamt auch, welche Versuche es unternimmt, Schließungen zu vermeiden und welche Hilfen es für die betroffenen Eltern gibt. Wissen will die SPD-Fraktion auch, wie viele Erzieherinnen im Schnitt je Monat aus welchen Gründen ausgefallen sind und wie viele Stellen derzeit nicht besetzt sind. „Außerdem erwarten wir konkrete Aussagen darüber, wie viele Stellen notwendig sind, um eine verlässliche Betreuung an den städtischen Einrichtungen zu garantieren“, sagt Axel Busch, der stellvertretende Fraktionsvorsitzende.

„Wir haben große Hochachtung vor der Arbeit der Kitaleitungen sowie der Erzieherinnen und Erzieher, die ihr Bestes geben, um auch Ausfallzeiten zu vermeiden und zu kompensieren. Mit unserem Antrag wollen wir auch verhindern, dass das Personal in den Kindergärten auf Dauer in unerträglicher Weise überbeansprucht wird“, stellen Bohlen und Busch klar.