Der Lebensmittelmarkt in Friesheim soll auf die Fläche zwischen L 162/L 33 und Friedhof

Wir haben im Stadtentwicklungsausschuss dem Aufstellungsbeschluss für den Bebauungsplan Nr. 195 und damit dem Bau eines Lebensmittelmarktes auf dem Eckgrundstück L 33 und L 162 zugestimmt. Ein dafür besser geeignetes Grundstück im Ortskern steht leider nicht mehr zur Verfügung.

Allerdings sehen wir die Notwendigkeit, noch eine Reihe von Fragen zu klären. Dazu gehören unter anderem die Anbindung des Standortes an das Straßennetz, die Lage des Marktes auf der zur Verfügung stehenden Fläche, die noch nicht mit der Bezirksregierung abgestimmte Verkaufsfläche von 1500 Quadratmetern für den Lebensmittelmarkt sowie die Errichtung von vier Doppelhäusern auf der Rückseite des Marktes und deren Anbindung über den Parkplatz des Lebensmittelmarktes. Die noch offenen Fragen müssen nach unserer Ansicht bis zur Bürgeranhörung geklärt werden.

Kreisverkehr: Späterer Bau muss im Bebauungsplan vorgesehen werden

Wir befürchten, dass die Anbindung des Grundstückes allein über eine Abbiegespur auf der L 33, die auch noch verkürzt werden soll, für das zu erwartende Verkehrsaufkommen auf Dauer nicht reichen wird. Ein Markt an diesem Standort am Rand des Ortes wird hauptsächlich mit dem PKW angefahren, wobei jedoch auch die Sicherheit der Fußgänger und Fahrradfahrer besonders zu berücksichtigen ist. Das führt zu einem hohen Ziel- und Quellverkehr auf der Weilerswister Straße, die darüber hinaus eine wichtige Funktion als Autobahnzubringer und dadurch schon jetzt ein hohes Verkehrsaufkommen hat. Geplant ist außerdem die Erweiterung des Gewerbegebietes. Für die Zukunft ist von daher mit einem weiter steigenden Verkehrsaufkommen zu rechnen. Wir haben deshalb beantragt, dass zumindest ein späterer Bau des Kreisverkehrs vorzusehen ist.

„Eine vernünftige und adäquate Verkehrsanbindung ist für die Zukunft unerlässlich. Dafür muss schon heute Vorsorge in der Planung getroffen werden“, stellt Friesheims Ortsbürgermeisterin Claudia Siebolds fest.