Schulzentrum Lechenich

„Eltern, Schüler – auch zukünftige – und Lehrer haben Anrecht auf transparente Informationen

Die SPD-Fraktion hat Bürgermeister Volker Erner in einem Schreiben empfohlen, Eltern, Schüler und Lehrer kurzfristig über die einzelnen Umsetzungsschritte der geplanten Sanierung des Schulzentrums in Lechenich zu informieren. „Alle Beteiligte haben ein Anrecht darauf, jetzt zügig über die einzelnen Schritte informiert zu werden“, sagen Fraktionsvorsitzender Bernd Bohlen und sein Stellvertreter Axel Busch, Vorsitzender des Schulausschusses. „Dies gilt vor allem auch für die Eltern, die jetzt vor der Entscheidung stehen, auf welcher weiterführenden Schule sie ihr Kind für das nächste Schuljahr anmelden.“

Die SPD-Fraktion geht davon aus, dass sich die Sanierungsarbeiten im laufenden Betrieb über mehrere Jahre hinziehen. Die Verwaltung rechnet damit, dass sich die Arbeiten bis mindestens 2024 andauern. „Das heißt fünf Jahre Unterricht bei Baulärm und Dreck in provisorisch hergerichteten Schulräumen und Baracken“, befürchten die Ratsmitglieder der SPD-Fraktion. Ein Schüler oder eine Schülerin, der/die ab dem Schuljahr 2019/2020 in eine der Eingangsklassen von Gymnasium oder Realschule aufgenommen wird, verbringt seine Schulzeit bis zum Abschluss der Sekundarstufe 1 in einem Provisorium.

„Wir halten es für die gebotene Pflicht der Schulverwaltung, allen Beteiligten ganz detailliert die einzelnen geplanten Maßnahmen zu erläutern und genau zu erklären, insbesondere welche Auswirkungen dies auf den Schulbetrieb hat“, so Bernd Bohlen. „Die Schulleitungen von Gymnasium und Realschule sehen wir in der Pflicht, ihre für diese Zeit anzupassenden pädagogischen Konzepte, mit denen sie die schwierige Situation für Schüler und Lehrer abmildern wollen, vorzustellen“, ergänzt der Vorsitzende des Schulausschusses, Axel Busch.

Auch wegen der langen und eigentlich unzumutbaren Sanierungsphasen plädiert die SPD-Fraktion weiter für einen Neubau. Würde dieser zum Beispiel auf dem derzeitigen Sportplatz gebaut, der jetzt ohnehin wegfällt, könnte der Unterricht nahezu ungestört in den derzeitigen Unterrichtsräumen stattfinden, während nebenan das neue Gebäude errichtet wird. „Genauso macht es die Stadt Kerpen. Dort sind sich Rat und Verwaltung einig, das Europagymnasium auf der gegenüberliegenden Straßenseite neu zu bauen. Ist dieser Bau fertig, erfolgt der Umzug“, erklärt Axel Busch.