Die Kosten für den Busverkehr in Erftstadt steigen dramatisch. Die an den Kreis zu zahlende Umlage erhöht sich im nächsten Jahr, just dann, wenn die kreiseigene Busgesellschaft (REVG – Rhein-Erft-Verkehrsgesellschaft) den Busverkehr übernimmt, von 1,1 auf 1,5 Millionen Euro. Für das Jahr 2020 sind 1,6 Millionen Euro angekündigt.

Teurer wird für die Stadt auch die Schülerbeförderung. So hat die REVG den Vertrag mit der Stadt gekündigt, der die Sonderfahrten der RVK – Regionalverkehr Köln – (darunter sind unter anderem Fahrten zu Sportstätten enthalten) ohne gesonderte Berechnung enthielt. Zukünftig werden diese „Zusatzleistungen“ der Stadt mit 40 Cent pro Kilometer in Rechnung gestellt. Damit verteuert sich die Schülerbeförderung in Erftstadt um weitere 40.000 Euro pro Jahr.

Für den Schülerverkehr zahlt die Stadt derzeit schon 1,1 Millionen Euro an den Kreis. Abgewickelt wird er über die Linie 974. Eine vom Rat der Stadt Erftstadt wiederholt beantragte Überführung der Linie 974 in städtische Regie hat der Kreis zuletzt erneut abgelehnt, obschon die Stadt diese Linie zu 100 % finanziert. Seit Jahren weigert sich der Kreis außerdem, transparent die Einnahmen und Ausgaben für diese Linie der Stadt mitzuteilen.

Die SPD-Fraktion erinnert daran, dass mit der Übernahme der Busverkehre im Kreis durch die REVG die Kreistagsfraktionen von CDU, FDP und Grünen  immer wieder betonten, dass der öffentliche Personennahverkehr für den Kreis und die Kommunen preiswerter werde.