Friesheims Ortsbürgermeisterin Claudia Siebolds hat Bürgermeister Volker Erner bereits am 31. August über die bevorstehende Schließung des Edeka-Marktes in Friesheim informiert. Gleichzeitig stellte sie den Antrag, dass die Wirtschaftsförderung Wege aufzeigt, wie für die Zeit bis zur Eröffnung eines neuen Marktes die Nahversorgung der Friesheimer sicher gestellt werden kann.

Sehr geehrter Herr Bürgermeister,

als Ortsbürgermeisterin von Friesheim muss ich Sie über folgendes in Kenntnis setzen:

Wie ich erfahren habe, beabsichtigt der Inhaber des EDEKA-Supermarktes in Friesheim, sein Geschäft bereits zum 31.10.2018 zu schließen.

Für die Friesheimer Bevölkerung und die Orte Niederberg, Borr und Scheuren bedeutet dies, dass es bis zur Eröffnung eines neuen noch zu bauenden Supermarktes, der nach dem Mehrheitsbeschluss des Ausschusses für Stadtentwicklung der Stadt Erftstadt auf einem Gelände vor dem Friedhof errichtet werden soll, für mehrere Jahre keine Möglichkeit der Nahversorgung in Friesheim geben wird. Das wird vor allem die große Gruppe von Menschen, die nicht motorisiert sind, wie Ältere, Alleinstehende und wirtschaftlich schwache Personen, vor erhebliche Probleme stellen.

Ich weise in diesem Zusammenhang darauf hin, dass ich schon im Oktober letzten Jahres einen Antrag auf Sicherung einer nachhaltigen Nahversorgung vor Ort gestellt habe, dieser Antrag wurde immer wieder vertagt, obwohl ich auf die Eilbedürftigkeit der Angelegenheit mehrfach hingewiesen habe. Der oben genannte Beschluss wurde somit erst am 28.06.2018 gefasst, mithin 8 Monate nach meiner Antragstellung.
Angesichts dieser Sachlage erscheint mir die Arbeit an einer Zwischenlösung unabdingbar und sehr zügig geboten.

Vor diesem Hintergrund beantrage ich als Ortsbürgermeisterin und Namens der SPD-Fraktion die Wirtschaftsförderung möge Wege aufweisen, ob und wie am jetzigen Standort des Supermarktes in Friesheim ein Lebensmittelmarkt wenigstens so lange geführt werden kann, bis ein neuer Supermarkt den Betrieb aufnimmt und dabei auch zu prüfen, ob der potentielle Betreiber des neu zu bauenden Supermarktes hier vorab eine Interimslösung darstellen kann.

Herr Bürgermeister, ich bitte Sie im Sinne der betroffenen Bevölkerung sehr herzlich, meinem Antrag, ungeachtet der unterschiedlichen Auffassungen, die wir beide und unsere Fraktionen nach wie vor in der Standortfrage für den Supermarkt haben, nach Kräften zu unterstützen.

Für Rückfragen stehe ich gerne zur Verfügung.