Ortsbürgermeisterin Claudia Siebolds sorgt sich um die Nahversorgung in Friesheim. Der noch vorhandene Edeka-Markt wird voraussichtlich in Kürze schließen. Dann gibt es für den Ort mit rund 3.000 Einwohnern keinen Lebensmittelmarkt mehr. „Das ist eine Katastrophe für die älteren Menschen, die gewohnt waren, sich vor Ort mit Lebensmitteln einzudecken“, sagt Claudia Siebolds.

Der neue Lebensmittelmarkt, der laut Mehrheitsbeschluss auf einem Gelände vor dem Friedhof errichtet werden soll, wird noch einige Jahre auf sich warten lassen. Für die Ansiedlung sind umfangreiche planungsrechtliche Hürden zu nehmen. Mindestens zwei Jahre, wenn nicht sogar drei und mehr wird es dauern, bis der Supermarkt eröffnet werden kann. Claudia Siebolds bedauert deshalb umso mehr, dass eine Ansiedlung eines schneller zu realisierenden Marktes gegenüber der Weißen Burg von einer knappen Mehrheit abgelehnt wurde.

In einem Antrag fordert Claudia Siebolds nun Bürgermeister Volker Erner auf, mit Hilfe der Wirtschaftsförderung nach Zwischenlösungen zu suchen. Sie kann sich unter anderem vorstellen, dass, bis ein neuer Supermarkt den Betrieb aufnimmt, dessen potenzieller Betreiber den bisherigen Markt weiterführt oder eine andere Zwischenlösung ermöglicht. „Wir brauchen eine Lösung – und zwar schnell“, sagt Claudia Siebolds. Die beim Bürgermeister angesiedelte Wirtschaftsförderung müsse sich dieser für Friesheim wichtigen Aufgabe mit ganzer Kraft stellen.