Vor der Solarsiedlung entstehen ein Kindergarten und drei Mehrfamilienhäuser

Die weitere städtebauliche Entwicklung in Lechenich konzentriert sich zunächst auf den Bereich Lechenich Nord/West. Der Rat und seinen Gremien haben dazu eine Reihe richtungsweisender Beschlüsse gefasst. Die SPD-Fraktion hat allen Maßnahmen zugestimmt:

Kölner Ring

Wie viele und welche Flächen im nördlichen Bereich von Lechenich erschlossen werden, hängt maßgeblich davon ab, ob eine Verlängerung des Kölner Rings über die Frenzenstraße nach Westen machbar ist. FDP, Grüne und SPD sehen die Chance, über diese Verlängerung in Lechenich-Nord/West zusätzliche interessante Wohngebiete für Lechenich zu erschließen. „Der zuständige Fachausschuss, der Ausschuss für Stadtentwicklung und Wirtschaftsförderung, hat die Verwaltung deshalb konkret beauftragt, eine Machbarkeitsstudie erstellen zu lassen“, sagt der Ausschussvorsitzende und Fraktionsvorsitzende Bernd Bohlen. Der Betriebsausschuss Immobilien hat in seiner letzten Sitzung den Kauf eines für die Verlängerung des Kölner Rings maßgeblichen Grundstücks beschlossen.

Errichtung eines sechsgruppigen Kindergartens

Auf der stadteigenen Fläche nördlich der Solarsiedlung wird in naher Zukunft ein sechsgruppiger Kindergarten entstehen. Die Firma Colonia Kids wird den Kindergarten nach den Vorschriften des Landschaftsverbandes bauen. Das Grundstück ist bereits an den Investor verkauft. Träger der Einrichtung sollte die Caritas werden, die jedoch nach dem Beschluss des Rates, statt eines fünf- nun einen sechsgruppigen Kindergarten zu bauen, höhere finanzielle Forderungen stellte. Das macht nun eine neue Trägerausschreibung erforderlich, die einstimmig durch den Jugendhilfeausschuss beschlossen wurde.

Bau von drei Mehrfamilienhäusern

Neben dem Kindergarten entstehen drei Mehrfamilienhäuser mit je zwölf Wohnungen. Die insgesamt 36 Wohnungen werden im Rahmen des sozialen Wohnungsbaus gebaut. Das Planungskonzept sieht hier vor, drei fünfeckige Gebäude zu bauen. Die einzelnen Wohnungen sind durch ein Treppenhaus in der Mitte auf drei Etagen erschlossen. Das Architekturbüro hat den Auftrag zur weiteren Planung erhalten. Bauherr ist die Stadt.

„Die SPD-Fraktion steht zu diesen Beschlüssen“, sagt Bernd Bohlen. Der Kindergarten werde dringend gebraucht. Der Bau von bezahlbaren Wohnungen im Rahmen des öffentlich-geförderten Wohnungsbaus ist ein Gebot der Stunde und hat für die Erftstädter Sozialdemokraten absoluten Vorrang. Die gleichen Häuser werden im Übrigen auch im Stadtteil Liblar errichtet.

Erschließung der Wohngebäude und des Kindergartens

Die drei Wohngebäude und der Kindergarten werden über die Straße Zur Alten Burg erschlossen. Sie ist als Wohnsammelstraße für das jetzige Wohngebiet sowie für die weiter nördlich anschließenden Wohngebiete gebaut worden. Die Straße Zur Alten Burg verträgt laut Verkehrsgutachten und der Ausbauplanung eine tägliche Verkehrsbelastung von rund 2.000 bis 4.000 Kraftfahrzeugen. Dieser Wert wird bei weitem nicht erreicht. Derzeit liegt das Verkehrsaufkommen bei rund 400 bis 500 Kraftfahrzeugen. Durch den Bau der drei Mehrfamilienhäuser und des Kindergartens wird sich das Verkehrsaufkommen um rund 150 bis 200 Fahrzeuge pro Tag erhöhen. „Von daher besteht absolut keine Notwendigkeit, Kindergarten und Mehrfamilienhäuser durch eine neue Straße erschließen zu lassen“, so Bohlen. Der Bau von kostspieligen Maßnahmen zur Verkehrsberuhigung ist aufgrund dieser Zahlen ebenfalls nicht erforderlich. Es besteht auch keine Notwendigkeit, für den Bau des Kindergartens und der drei Mehrfamilienhäuser eine teure Baustraße einzurichten.