Claudia Siebolds, Ortsbürgermeisterin von Friesheim und stellvertretende Vorsitzende der SPD-Fraktion will wissen, welche Arbeiten wann und wo im Rahmen einer Asbestsanierung in der ehemaligen Förderschule in Friesheim, die zukünftig übergangsweise als Kindergarten genutzt wird, durchgeführt wurden. Außerdem verlangt sie Auskunft über eine mögliche Gesundheitsgefährdung vor und während der Sanierung. Wenig Verständnis zeigt sie für die Tatsache, dass weder die Nutzer der Schule (unter anderem Sportverein, Musikverein) noch sie als Ortsbürgermeisterin über die Arbeiten informiert waren und wurden.

Die Anfrage

Wie aus der Bevölkerung zu hören und zuletzt der Presse zu entnehmen war, wurde im Rahmen von Umbauarbeiten in der ehemaligen Förderschule in Friesheim Asbest gefunden. Eine Fachfirma soll Sanierungsmaßnahmen durchgeführt und Asbest entfernt haben.

Dazu stelle ich im Namen der SPD-Fraktion und als Friesheimer Ortsbürgermeisterin folgende Fragen:

  1. Wo genau wurden Asbeststoffe, die bekanntermaßen krebserregend sind, gefunden (bitte detaillierte und konkrete Angaben)?
  2. Wurden sämtliche Gebäude- bzw. Gebäudeteile einschließlich der Turnhalle auf diesen Stoff untersucht?
  3. Kann ausgeschlossen werden, dass außerhalb der bisherigen Fundstellen Asbest verbaut wurde?
  4. Wie ist die konkrete Gesundheitslage für Menschen gewesen, die sich im/am Schulkomplex aufgehalten haben (bitte detaillierte und konkrete Angaben)?
  5. Wurden die Nutzer des ehemaligen Schulkomplexes, die Eltern der Kita-Kinder, das Personal der Kita, die Nutzer der Sporthalle (Sportverein Friesheim), die Nutzer der Aula und Nebenräume (Musikverein Friesheim), Handwerker sowie sonstige Nutzer über die Asbestsanierung informiert? Wenn ja, wann und wie (bitte genau Angaben)?
  6. Warum hat die Verwaltung bei einer derart gesundheitsgefährdeten Maßnahme wie der Sanierung und Beseitigung von Asbest im Baukörper eines öffentlichen Gebäudes nicht zuvor die Fraktionen des Rates und die Friesheimer Ortsbürgermeisterin informiert?