Mitglieder der SPD-Fraktion, der Juso AG und des Distriktes Ville besichtigten Ende März den neuen Bahnhof

Der Neubau des Bahnhofes in Liblar und die Gestaltung des Bahnhofsumfeldes ist eine gelungene Sache. Beides überzeugt vor allem auch architektonisch. Die kosten- und arbeitsintensive Tieferlegung des Bahnhofsvorfeldes und der so mögliche niveaugleiche Eingang in den Bahnhofstunnel haben sich gelohnt. Dieses positive Fazit zog die SPD-Fraktion nach einer Begehung des gesamten Areals, an der auch die technische Dezernentin Monika Hallstein, Vertreter des Distriktes Ville und der Jusos teilnahmen. „Die Bauzeiten wurden perfekt eingehalten, der Kostenrahmen nach den bisherigen Ergebnissen nicht überschritten“, so Fraktionsvorsitzender Bernd Bohlen.

Der Zugang zum Bahnsteig 3: Viel zu eng und viel zu dunkel. Das muss nachgebessert werden

Kritik hagelte es dagegen an der Gestaltung des Tunnels zu den Bahnsteigen. Zu eng und zu dunkel – in dieser Beurteilung waren sich die Sozialdemokraten einig. „Es ist schade, dass die Bahn nicht bereit war, den Tunnel insgesamt breiter anzulegen“, bemängelt Bernd Bohlen und fügte hinzu, dass im Tunnel nachgearbeitet werden müsste. Axel Busch, stellvertretender Vorsitzender der SPD-Fraktion, forderte, die Wände heller zu gestalten und die Beleuchtung insgesamt zu verbessern. „Wir sind darüber und über viele andere noch Themen – wie etwa die Sauberkeit auf dem  – im Gespräch mit der Bundesbahn“, so Monika Hallstein.

Hier ensteht der Kreisverkehr an der Zufahrt zum Bahnhof vom Schlunkweg

Noch wird kräftig am Bahnhofsumfeld gebaut. Im Endausbau werden rund 600 befestigte und beleuchtete Parkplätze zur Verfügung stehen. Gelöst werden muss nach Ansicht der Sozialdemokraten noch die Kreuzung Grubenweg/Bahnhofstraße, die nun unmittelbar vor dem Abknick zum Bahnhof liegt. Die Zufahrt vom Schlunkweg ist zukünftig durch den von SPD und CDU durchgesetzten Kreisverkehr bestens geregelt. Insgesamt wurden rund 14 Millionen Euro in den Bau des Bahnhofes und seines Umfeldes investiert.

Viel Platz auf zwei Ebenen bietet das Fahrradparkhaus

Überzeugt sind die Sozialdemokraten auch vom neuen Fahrradparkhaus. Dort lassen sich die Räder geordnet auf zwei Ebenen diebstahlsicher unterbringen. Das Angebot reicht derzeit völlig aus. In der zweiten Ebene sind die meisten Plätze noch frei. Gut angenommen werden auch die Abstellplätze im Freien. Der Kiosk ist gut ausgestattet. Im Kioskgebäude selbst ist eine Toilettenanlage untergebracht.

Monika Hallstein kündigte an, dass am Bahnhof noch eine Mobilstation entstehen soll. Eine solche Station verknüpft an einem Ort mehrere Verkehrsmittel und ermöglicht und sichert Bürgern somit eine flexible Mobilität. Dort gibt es dann unter anderem auch Ladestationen für Elektroautos und E-Bikes.

Trotz des großen Lobes für den Bahnhof und sein Vorfeld bleibt neben dem Tunnel ein weiterer Makel. Der Einstieg von den Bahnsteigen in die Züge ist nicht behindertengerecht. „Zwischen Bahnsteig und Einstieg in die Waggons gibt es eine Lücke von 20 Zentimetern. Die sind mit dem Rollstuhl oder dem Rollator nur schwer zuzu überwinden“, bemängelt Axel Busch.


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