Erftstadts junge Sozialdemokraten und die SPD-Fraktion sind sich einig: Jugendliche und junge Erwachsene müssen ihre Interessen und Bedürfnisse verstärkt in die Stadtplanung und -entwicklung einbringen. In einer gemeinsamen Arbeitsgruppe wollen sie an ganz konkreten Beispielen aufzeigen, wie das umzusetzen ist.

„Jugendliche und junge Erwachsene spielen in der bisherigen Stadtplanung und Stadtentwicklung nur eine untergeordnete Rolle“, sagt Chrissi Bersch (23 Jahre), die Vorsitzende der Erftstädter Juso AG. Die im kleinen Stadtteil Borr lebende junge Sozialdemokratin fühlt sich grundsätzlich wohl in Erftstadt. Für junge Menschen werde jedoch zu wenig getan. Das Angebot sei dürftig. Bernd Bohlen, Vorsitzender der SPD-Fraktion und Vorsitzender des Stadtentwicklungsausschusses, teilt diese Einschätzung. „Wir planen und gestalten unsere Stadt für Familien mit Kindern und eine immer älter werdende Bevölkerung“, sagt er. „Junge Erwachsene, die vor der Entscheidung stehen, in Erftstadt zu bleiben oder der Stadt den Rücken zu kehren, spielen nur eine untergeordnete Rolle.“

Freizeitangebote, bezahlbare Wohnungen, die Versorgung mit schnellem Internet in allen Stadtteilen und die wenig jugendgerechte Gestaltung der Plätze waren einige der Themen, die in der ersten Sitzung der Arbeitsgruppe andiskutiert wurden. Erste Gedanken machten sich die Teilnehmer über die an den geplanten Hochschulstandort in Liblar angrenzenden Flächen. In der im Stadtentwicklungs-ausschuss kürzlich als Reservefläche für den Wohnungsbau ausgewiesene Fläche oberhalb der Siedlung „Willy-Brandt-Straße“ sehen die Mitglieder der Arbeitsgruppe als einen geeigneten Standort für ein „junges Stadtquartier“ an, das sich an die Bedürfnisse der Studierenden und jungen Erwachsenen orientieren könne. Bei der einleitenden Diskussion zum Thema Breitbandausbau entwickelten sie den konkreten Vorschlag, alle neuen Wohn- und Gewerbegebiete zukünftig von vorneherein mit Glasfaserkabeln auszustatten.

Die Mitglieder der Arbeitsgruppe werden die oben genannten Themen in weiteren Gesprächsrunden vertiefen. Junge Menschen, die Interesse daran haben, sich in die Stadtplanung in Erftstadt einzubringen, sind herzlich eingeladen mitzumachen. Ansprechpartner sind Chrissi Bersch (info@jusoserftstadt.de) und Bernd Bohlen (bernd.bohlen@web.de).