Die Errichtung einer zentralen Bibliothek hat für die SPD-Fraktion eine hohe Priorität. Die Diskussion darüber zieht sich nun schon seit mindestens zwei Jahren hin. In einem Grundsatzbeschluss hat die SPD nun in der letzten Fraktionssitzung festgehalten, wie sie sich das weitere Prozedere vorstellt.

Ob die Errichtung einer zentralen Bibliothek zwingend mit einem Neubau verbunden sein muss, ist für die SPD-Fraktion eine noch offene Frage. Sie kann sich aber vorstellen, ein geeignetes vorhandenes Gebäude umzubauen. „Die wahrscheinlichere Option ist aber der Neubau in einem der beiden großen Stadtteile Lechenich oder Liblar“, so Fraktionsvorsitzender Bernd Bohlen.

Probleme sieht die SPD-Fraktion vor allem in der Finanzierung der zentralen Bibliothek. „Der Haushalt und das Haushaltssicherungskonzept lassen keine großen Sprünge zu“, sagt Bernd Bohlen. Der Umbau eines bestehenden Gebäudes oder ein kompletter Neubau seien nur dann zu finanzieren, wenn es gelänge, dafür Fördermittel zu akquirieren. Fördermittel sind heute vielfach an zusammenhängende Quartiersverbesserungen, sogenannte Gebiets- und Förderkulissen, gebunden. „Wir können deshalb nur Standorte auswählen, die auch förderfähig sind“, sagt Bohlen.

Zur Realisierung – ganz gleich ob Um- oder Neubau – streben die Sozialdemokraten einen Architektenwettbewerb an.

Bohlen erinnert auch daran, dass die SPD-Fraktion vor geraumer Zeit ein Investorenmodell für den Bau der Bibliothek ins Gespräch gebracht habe. „Denkbar ist, dass im Rahmen eines solchen Investorenmodells die Bibliothek ein Teil des Investments darstellt. Die Verwaltung muss endlich auch ein solches Modell auf seine Machbarkeit prüfen“, sagt Axel Busch, stellvertretender Fraktionsvorsitzender.