In städtischen Kindertagesstätten gibt es zu viele Brückentage. Die SPD-Fraktion will sie auf maximal zwei beschränken. Berufstätige Eltern brauchen ein angemessenes Betreuungsangebot für ihre Kinder. In Erftstadt diskutiert der Jugendhilfeausschuss (JHA) alle Jahre wieder über die Frage, ob es nötig ist, Kindertagesstätten bis zu sechs Brückentage im Jahr, zusätzlich zu den Ferien, zu schließen. Die Eltern müssen sich an diesen Tagen Urlaub nehmen, was nicht immer möglich ist. Oder Oma und Opa springen ein, sofern sie da sind, nicht selbst noch berufstätig und das auch können. Es werden zwar Notgruppen vorgehalten, aber wer möchte schon sein unter dreijähriges Kind in eine fremde Kita zu fremden Betreuern bringen, um dann ohne Sorge zur Arbeit zu fahren? „Für die Vereinbarkeit von Familie und Beruf müssen wir in Erftstadt besser werden“, sagt Ute Junker, Sprecherin der SPD im Jugendhilfeausschuss. „Es ist nicht zu verstehen, warum einige Kitas mit zwei Brückentagen auskommen und andere bis zu sechs Brückentage schließen“, meint Bernd Bohlen, Fraktionsvorsitzender der SPD in Erftstadt.

Die Öffnungs- und Schließzeiten der Kitas werden gemäß Kinderbildungsgesetz (KiBiz) mit den neu gewählten Elternbeiräten abgestimmt, anschließend vom JHA beschlossen. In diesem Jahr hat die SPD Fraktion erstmals gegen die Schließzeiten gestimmt. „Wir diskutieren das jedes Jahr, aber nichts hat sich geändert“, so Junker. Die Verwaltung soll nun prüfen, ob eine Beschränkung auf zwei Brückentage in allen städtischen Kitas möglich ist.