Die SPD-Fraktion setzt sich für mehr Kita-Plätze in Erftstadt ein. Im Rahmen des Haushaltes fordert sie von der Verwaltung Auskunft darüber, wie im sogenannten U3‑Bereich (Betreuung von unter Dreijährigen) ein Versorgungsgrad von mindestens 45 % bis zum Jahr 2020 erreicht werden kann. Im Bereich der drei- bis sechsjährigen Kinder fordert sie die Verwaltung auf, alle Anstrengungen zu unternehmen, die vom Gesetzgeber geforderte 100‑%-Versorgung auch tatsächlich zu erreichen. Nach Informationen der SPD-Fraktion liegt die Quote im U3-Bereich derzeit bei knapp 35 %, im Ü3-Bereich bei knapp über 97 %.

Gleichzeitig fordert die SPD-Fraktion die Verwaltung auf, darzustellen, welche Übergangsmaßnahmen bis zum Bau der geplanten neuen Kindergärten in Liblar, Lechenich und Kierdorf – immerhin 14 Gruppen – erforderlich sind, um den Bedarf bis zu deren Fertigstellung decken zu können. „Die Umsetzung des Beschlusses, die Kindergärten zu bauen, hat sich extrem verzögert“, kritisiert Susanne Loosen, Mitglied im Jugendhilfeausschuss. „Der richtungsweisende Beschluss des Rates, die neuen Kindergärten von Dritten betreiben und bauen zu lassen, passt wohl einigen Mitarbeitern der Verwaltung nicht in den Kram“, sagt Fraktionsvorsitzender Bernd Bohlen. Nur so sei das begrenzte Engagement einiger Mitarbeiter der Verwaltung bei der Umsetzung der Beschlüsse zu erklären. „Wenn die Verwaltung weiter im Schneckentempo in diesem Bereich arbeitet, ist selbst die jetzt avisierte Fertigstellung für das Kindergartenjahr 2019/2020 nicht einzuhalten“, ergänzt Ute Junker, Mitglied des Jugendhilfeausschusses.

Die SPD-Fraktion macht sich dafür stark, dass notwendige Haushaltsmittel für den Ausbau des Kindergartenangebotes im Haushaltsplan 2018 und folgende Jahre bereitgestellt werden.