Friesheims Ortsbürgermeisterin Claudia Siebolds setzt sich für eine nachhaltige Nahversorgung und den Bau von mehr Wohnungen ein. Die Nahversorgung will sie durch einen neuen Lebensmittelmarkt mit rund 800 Quadratmetern langfristig sichern. Die Wohnsituation des Ortsteils soll durch die Schaffung zusätzlicher Wohnungen, insbesondere kleinere, sozialgeförderte oder zumindest preiswerte Wohnungen, verbessert werden. In einem Antrag fordert Siebolds die Verwaltung auf, potenzielle Flächen für die Umsetzung beider Ziele zu benennen.

Einen neuen Lebensmittelmarkt kann sich Claudia Siebolds im Ortszentrum auf dem Grundstück gegenüber der Weißen Burg vorstellen. Diesen Standort präferiert auch ein fortgeschriebenes Einzelhandelsgutachten für die südlichen Erftstädter Stadtteile. Andere Vorschläge, etwa am Ortsausgang an der Weilerswister Straße oder auf dem Gelände der Friesheimer Schule, sind weniger geeignet.

Zur Erhaltung und Steigerung der Einwohnerzahl Friesheims hält es die Ortsbürgermeisterin für dringend geboten, eine funktionierende Infrastruktur mit gesicherter Nahversorgung in dem Ortsteil mit rund 3.000 Einwohnern vorzuhalten. Außerdem benötige der Stadtteil auch „kleinere bezahlbare Wohnungen“ unter anderem für ältere Menschen, die nicht mehr in ihren meist größeren Häusern mit ebenso großen Grundstücken leben wollen oder können, weil die Unterhaltung zu mühsam ist.