Erftstadt. Die SPD-Fraktion hat gestern (27. Juni 2017) im Hauptausschuss ihr Missfallen über die Versetzung der Leiterin der Kulturabteilung deutlich kundgetan. Fraktionsvorsitzender Bernd Bohlen gab zu Protokoll, dass die SPD-Fraktion in der Versetzung eine deutliche Schwächung der Kulturabteilung sieht. „Das Vorgehen an sich hat für die SPD-Fraktion Geschmäckle und ist ein Zeichen von Führungsschwäche sowohl des zuständigen Beigeordneten als auch des Bürgermeisters“, zieht Fraktionsvorsitzender Bernd Bohlen ein negatives Fazit zur jetzt wochenlangen Diskussion über die vom Bürgermeister verfügte Personalmaßnahme.

Als Eklat bezeichnete Bernd Bohlen die Tatsache, dass angebliche Verfehlungen der Abteilungsleiterin Thema eines Presseartikels waren. Bohlen erinnerte den Bürgermeister an seine Fürsorgepflicht gegenüber allen seinen Angestellten. Es sei ein Unding, dass diese Daten an die Öffentlichkeit gelangten. Die SPD-Fraktion empfahl dem Bürgermeister, hier Strafanzeige gegen Unbekannt zu stellen.

Die SPD-Fraktion bemängelt insbesondere, dass zum zweiten Mal sensible Daten über Angestellte der Verwaltung in die Öffentlichkeit gelangten. Beim ersten Mal ging es um die Vergütung von vermeintlich angefallenen Überstunden eines leitenden Mitarbeiters der Verwaltung.